Gluten: Ist Vorsicht bei Pflegeprodukten geboten?

Gluten: Ist Vorsicht bei Pflegeprodukten geboten?

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Ich habe eine Anfrage bezüglich Gluten in Pflegeprodukten erhalten, ob also zB Shampoo, Lippenbalsam oder Zahnpasta, wo Gluten enthalten sind, für Beschwerden sorgen können. Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da es auf das Pflegeprodukt selbst und die Umstände ankommt, wie es verwendet wird.

Das grundsätzliche Problem ist, dass Kosmetika nicht gekennzeichnet werden müssen. Man findet dort also kein Label mit einer durchgestrichenen Ähre. Zudem stehen die Inhaltsstoffe, welche Gluten enthalten können meist mit ihren lateinischen Namen auf der Packung. Finden sich also Begriffe wie zB Triticum aestivum, Triticum vulgare oder Triticum turgidum durum (Weizen), oder die Stoffe Secale cereale (Roggen)Hordeum districhon oder Hordeum vulgare (Gerste)Triticum spelta (Dinkel) und Avena sativa oder Avena strigosa (Hafer) bei den Inhaltsstoffen, ist je nach Konzentration im Produkt laut Deutscher Zöliakie-Gesellschaft (DZG) Vorsicht geboten.

Vor allem bei Kosmetik wie zB Lippenstift oder Zahnpasta sollten die Inhaltsstoffe überprüft werden, da glutenhaltige Stoffe möglicherweise über den Mund in den Magen-Darm-Trakt gelangen und dort zu Beschwerden führen können. Natürlich ist die Konzentration in den Kosmetika sehr gering, dennoch können Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden.

Unproblematisch sind der DZG zufolge hingegen Körpercremes und Duschgels, welche Erwachsene äußerlich anwenden. Bei erkrankten Kleinkindern ist hingegen Vorsicht geboten, da es Vorkommen kann, dass der Nachwuchs einen Schluck Badewasser erwischt oder die Finger in den Mund steckt. Deshalb sollte hier sicherheitshalber darauf geachtet werden, dass die Produkte glutenfrei sind.

 

 

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