Forschung: Zöliakiesymptome werden durch Hakenwürmer verhindert

Forschung: Zöliakiesymptome werden durch Hakenwürmer verhindert

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Eine Studie der James Cook University (Townsville/Cairns) liefert jetzt hinsichtlich Glutenintoleranz interessante Ergebnisse. Demnach ist es so, dass eine beab­sichtigte Infektion mit Hakenwürmern diese erheblich verbessern kann. Die beobachtete Gruppe bestand aus 12 Zöliaken, die mit jeweils 20 Larven des Hakenwurms (Necator americanus) infiziert wurden. Sie wurden ein Jahr lang begleitet und nahmen in diesem Zeitraum steigende Glutenmengen zu sich. Zu Beginn betrug die Dosis lediglich 10 Milligramm, was bekanntlich unter der allgemein gültigen 20 mg-Grenze liegt. Zum Schluss lag die Glutenmenge bei drei Gramm, was ungefähr 60 bis 75 Spaghetti entspricht.

Während der Studie wurden ständig Symptomatik, Darmhistologie und T-Zellen im Darm der Patienten kontrolliert. Am Ende des Jahres waren noch zwei Drittel der Teilnehmer dabei, die auch die relativ hohe Glutendosis ohne verschlechterter Symptmatik tolerierten. Auch Gewebeproben aus dem Dünndarm bestätigten dieses Ergebnis.

Natürlich kann jetzt – überspitzt formuliert – nicht jeder Zöliakie-Betroffene mit Hakenwürmern infiziert werden, zumal dies nicht ungefährlich ist. Jedoch wird vermutet, dass die Symp­tomlinderung durch Proteine ausgelöst wird, welche die Hakenwürmer ausscheiden. Diese Proteine könnten die Grundlage für weitere Forschungen sein, um neue Medikamente zu entwickeln.

 

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