Monthly Archives: Oktober 2015

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Vor einigen Jahren war es noch ein großes Problem, glutenfreie Artikel im Einzelhandel zu bekommen. Jeder, der die Diagnose „Zöliakie“ schon vor vielen Jahren erhalten hat, weiß ein Lied davon zu singen. Angestellte in einem Lebensmittelgeschäft haben bei der Frage nach glutenfreien Produkten in den meisten Fällen nicht gewusst, was gewünscht ist.

Allerdings hat sich die Situation speziell in den letzten Jahren sehr zum Positiven verändert. Glutenfreie Produkte sind „in“ und werden nicht nur von Zöliakie-Betroffenen konsumiert. Hier wäre das Marktpotenzial endenwollend, denn nur knapp 1 Prozent aller Deutschen und Österreicher leidet an dieser Autoimmunerkrankung. Auch solche Personen, die an einer Weizen-Sensitivität leiden, greifen zu glutenfreien Produkten – auch wenn dieses Krankheitsbild unter den Medizinern noch umstritten ist.

Es gibt zwar keine konkreten Zahlen zum Gesamtmarkt glutenfreier Ware, aber es steht fest, dass sich die Zahl der im Einzelhandel neu platzierten glutenfreien Produkte sich von 2010 bis 2014 weltweit fast verdoppelt hat. Der Platzhirsch Dr. Schär konnte seinen Umsatz 2014 um über 10 Prozent auf 260 Mio. Euro steigern.

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass glutenfreie Artikel keine „Nischenprodukte“ mehr sind, sondern die Produkte zunehmend als gesündere Ernährung wahrgenommen werden, weshalb auch immer mehr Kunden zugreifen, die nicht an Zöliakie oder Weizensensitivität leiden, zugreifen. Deshalb wird auch in Zukunft mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten in dieser Sparte gerechnet und das Sortiment weiter ausgebaut werden.

 

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Interessante Neuigkeiten bezüglich der Häufigkeit von Zoliakie bei der deutschen Bevölkerung bringt jetzt eine aktuelle Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) ans Tageslicht. Im Rahmen dieser Studie wurden 12.000 Blutproben von Kindern und Jugendlichen zwischen einem und 18 Jahren hinsichtlich Zöliakie untersucht.

„Demnach sind 0,9 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Zöliakie betroffen. Dieser Wert liegt deutlich höher als frühere Daten vermuten ließen“, wird Dr. Stephanie Baas zitiert, medizinische Fachberaterin der Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG).

Dies lässt den Rückschluss zu, dass die Dunkelziffer in Deutschland, aber wahrscheinlich auch in anderen Ländern, weiterhin hoch ist.

Die (DZG) sieht auf jeden Fall dringenden Handlungsbedarf, denn „auf jedes diagnostizierte Kind kommen zehn bis elf Kinder, bei denen die Krankheit noch nicht erkannt wurde.“

 

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Am 15. Juli war es in Österreich soweit und Zöliakie-Betroffene konnten das erste Mal glutenfreie Burger in allen Filialen genießen. Laut McDonalds wurde das Angebot sehr gut angenommen, was hoffentlich dazu führt, dass dieses auch dauerhaft im Sortiment bleibt.

Was ist mit den Pommes?
Bezüglich der Pommes hat es immer wieder Verwirrung darüber gegeben, ob diese nun wirklich glutenfrei sind, oder nicht. Es war bekannt, dass die „Natural Fries“ immer schon glutenfrei waren, aber es in Zusammenhang mit anderen Pommes-Arten zu einer Kontamination kommen könnte.  In der aktuellen Ausgabe von „Zöliakie-Aktuell“ weist McDonalds aber nun darauf hin, dass die „Curly Fries“ bereits seit Ende August glutenfrei sind und die „Gitterpommes“ Ende Oktober folgen werden, was natürlich eine äußerst positive Nachricht ist.