Monthly Archives: Juni 2015

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Vor wenigen Wochen hat der österreichische Lebensmittelkonzern SPAR seine gluten- und/oder laktosefreie Produktpalette, die unter dem Namen „free from“ bekannt ist, um einige Produkte erweitert. Dazu zählen auch die „Mini-Nougatkissen“, welche auf Wunsch meiner Tochter gleich getestet werden mussten :).

Geschmacklich sind sie wirklich gut gelungen und versprechen nicht zu viel. Das Nougat ist in einem krossen Teig aus Reis- und Maismehl verpackt, wodurch die Kissen wirklich frisch und leicht schmecken und auch in der Milch nicht so schnell aufweichen. Auf Grund des hohen Nougat-Anteils (35 %) sind die Kissen ziemlich süß. Ich habe deshalb die Kissen mit Cornflakes gemischt, was ich durchaus empfehlen kann. Die 300 g-Packung Nougat-Kissen kostet übrigens 2,99 Euro.

 

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In einem aktuellen Artikel warnt nun das Verbraucher Service Bayern (VSB) vor Testpackungen aus der Apotheke oder dem Internet, die versprechen, bei einem Verdacht auf Glutenunverträglichkeit eine schnelle Diagnose zu geben, denn sie bergen oft Risiken. Solche Selbsttests werden vorwiegend online unter „Selbsttest auf Glutenintoleranz“, „Zöliakietest“, „Gluten-Selbsttest“ oder „Gluten-Stuhltest“ beworben und sollen eine eine Glutenunverträglichkeit bzw. Zöliakie feststellen können.

Für viele ist dies der bequemere und auch billigere Weg, als die Wartezeit auf den Facharzt und die damit verbundenen Kosten. Immerhin sind solche Tests schon ab 20 Euro zu haben, können aber auch bis zu 100 Euro kosten (inkl. Laborbefund) und sind in der Schweiz teilweise schon im Supermarkt erhältlich. Für den Betroffenen heißt dies jedoch laut dem Verbraucher Service Bayern:

  • Der Erkenntniswert der Tests ist oft gering bei finanziellem Mehraufwand.
  • Wer leitet zu einer korrekten Vorbereitung und Durchführung an?
  • Selbsttests ersetzen nicht den Besuch bei einem spezialisierten Arzt.
  • Therapieempfehlungen im Testanhang sind oft mangelhaft oder kontraproduktiv.

Wie läuft solch ein Gluten-Selbsttest ab?

In der Regel muss man sich eine Blutprobe (Tropfen) entnehmen und diese mit einer vorhandenen Flüssigkeit in der Testpackung vermengen. Kurze Zeit später zeigen erscheinende Linien an, ob im Blut der Testperson Antikörper vorhanden sind, die für eine eventuelle Zöliakie sprechen könnten. Wichtig: Es ist nicht sicher, ob der Test die aussagekräftigen Antikörper berücksichtigt. Auch die angebotenen Stuhltests, wo die Probe eingeschickt werden muss, gilt nicht als aussagekräftig, da diese Diagnosemethode in Fachkreisen als unzureichend gilt, weshalb davor abzuraten ist.
Es gibt auch ein weiteres Problem: Sollte sich die Testperson bereits vor dem Test glutenfrei ernährt haben, kann der Test negativ ausfallen, da keine oder nur mehr wenige Antikörper im Blut vorhanden sind.

Noch schlimmer ist, dass einige Testanbieter nach einer positiven Diagnose empfehlen, sich über einen gewissen Zeitraum glutenfrei zu ernähren. Diese Vorgangsweise behindert aber die weitere Diagnostik durch einen Facharzt. Es heißt :“Erst nach sicherem Ausschluss einer Zöliakie durch einen Arzt kann weiter in Richtung Weizenallergie, Weizensensitivität oder Glutensensitivität getestet werden. Nach einer zuverlässigen ärztlichen Diagnose unterstützt eine qualifizierte Ernährungsfachkraft die Betroffenen in einem beschwerdefreien Alltag.“

Abschließend weist der VSB auch auf seine eigenen Beratungsstellen hin, wo man therapeutische Beratung in Anspruch nehmen kann.